re:publica 25
26.-28. Mai 2025
STATION Berlin
Laut aktueller Studie der Otto Brenner Stiftung (OBS) ist Ostdeutschland bis heute „eine massenmedial multiple Problemzone“: überregionale (westdeutsche) Qualitätspresse wird im Osten kaum gelesen, der ostdeutsche Pressemarkt liegt dagegen fest in den Händen westdeutscher Verleger*innen. Weder konnte sich eine vielfältige ostdeutsche Lokalpresse entwickeln, noch ein ostdeutsches überregionales Medium. In den überregionalen deutschen Medien sind ostdeutsche Redakteur*innen und Chefredakteur*innen unterrepräsentiert, und auch der journalistische Nachwuchs kommt selten aus den ostdeutschen Bundesländern. Auch deshalb sind ostdeutsche Perspektiven in der deutschen Medienlandschaft kaum verbreitet: überregionale deutsche Medien berichten eher über „den Osten“ als aus „dem Osten“. Der Vortrag „„Die Medien“ und „der Osten“: Was läuft schief in deutschen Medien?“ fragt, inwiefern diese Behauptungen stimmen oder eben nicht. Dr. Tröger zeigt Entwicklungen der Vergangenheit, fragt nach Problemen der Gegenwart und deutet auf mögliche Lösungen für die Zukunft.